Diese 5 Effekte hat Alkohol auf Bodybuilder

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Bodybuilding und Alkohol – passt das zusammen? Eine Info vorweg: Niemandem soll ausgeredet werden, Alkohol in vernünftigen Maßen zu konsumieren. Noch sollte Alkohol komplett verteufelt werden. In diesem Artikel geht es vor allem darum, welchen Einfluss Alkohol auf Bodybuilding hat.

Dass Alkohol nicht unbedingt gesund ist und generell für Sportler eher ungeeignet ist, ist allgemein bekannt. Bodybuilding ist ein Sport bei dem Ernährung und Training eng zusammenhängen. Bodybuilder achten daher sehr genau darauf, was sie zu sich nehmen. Aber wie sieht das konkret für den Alkohol aus? Welche Effekte hat Alkohol auf Bodybuilding?

1.  Leere Kalorien

Was sind leere Kalorien? Dem Körper werden Kalorien zugeführt, diese Kalorien enthalten aber keine Nährwerte. Alkohol hat 7 Kalorien pro Gramm. Zum Beispiel: Vodka mit 40% Alkohol hat pro 100ml ca. 230kcal. Hier reden wir von dem puren Vodka. Dabei wird er gerne zusammen mit Energy Drinks oder anderen zuckerhaltigen Getränken getrunken. Von süßen Cocktails wollen wir dann gar nicht erst anfangen, oder? Das heißt im Klartext: vor allem wenn du versucht das Fett über den Muskeln loszuwerden, ist Alkohol nicht die beste Wahl. Und das nicht nur wegen der Kalorien, denn:

2. Verlangsamter Stoffwechsel

Zusätzlich verlangsamt Alkohol deinen Stoffwechsel. Er stört den Zitronensäurezyklus. Der Zitronensäurezyklus dient der Energiegewinnung aus der aufgenommenen Nahrung. Da der Zyklus nicht mehr richtig funktioniert, kann vor allem Fett nicht mehr richtig verstoffwechselt werden. Der Körper ist so damit beschäftigt den Alkohol abzubauen, dass alles andere auf der Strecke bleibt.

3. Motivationslosigkeit

Jetzt mal ehrlich: Schon mal am Abend etwas mehr Alkohol getrunken und am nächsten Morgen hoch motiviert und fit im Fitnessstudio gewesen? Das passiert wohl bei den Wenigsten.

4. Verringerte Proteinsynthese

Dein Körper kann ganz einfach nicht mehr so viel Protein in den Zellen neubilden. Um genau zu sein: Alkohol verringert die Proteinsynthese um ganze 20%! Das hat zwei Gründe: Zum einen dehydriert Alkohol deinen Körper. Dadurch ist weniger Wasser in deinen Zellen, so dass es schwieriger wird Muskeln aufzubauen. Zum anderen hat Alkohol die Eigenschaft bestimmte Nährstoffe zu blockieren, die für den Muskelaufbau nötig sind.

5. TESTOSTERONSPIEGEL SINKT!

Dieser Fakt ist allgemein unbekannt – Studien jedoch konnten dies bestätigen. Es wurde der Plasma- Testosteronspiegel bei jungen Männern gemessen. Und zwar bevor und nachdem sie Alkohol getrunken hatten. Hatten die Probanden eine moderate Menge Alkohol konsumiert, sank ihr Testosteronspiegel um 6,8%. Tranken sie an einem Abend 10 Bier, sank ihr Testosteronspiegel um bis zu 23%. Und das bis zu 16 Stunden lang. Interessanterweise wurde ebenso festgestellt, dass der Testosteronspiegel um lediglich ca. 20% sinkt, wenn man genug trinkt um ins Krankenhaus zu kommen.

Warum senkt Alkohol den Testosteronspiegel? Das hat zwei Gründe: Zum einen wird Alkohol im Körper zu einem Produkt umgewandelt, welches die Produktion von Testosteron in den Hoden hemmt. Und das über einen Zeitraum von 24 Stunden oder mehr. Zum anderen behindert Alkohol den Abbau von Östradiol in der Leber. Östradiol ist der hormonelle Gegenspieler von Testosteron. Heißt im Klartext: der Östrogenspiegel steigt an.

Wie fast überall, kommt es hier auf die Menge an. Ab und an ein Glas Wein zum Essen wird kaum einen Einfluss haben. Aber häufiger und extremer Alkoholkonsum hat einen hohen Einfluss auf die Testosteronproduktion.

Da das Hormon Testosteron maßgeblich am Aufbau von Muskelmasse beteiligt ist, ist klar, dass eine Senkung des Testosteronspiegels dem Muskelwachstum entgegen wirkt.

Natürlich ist jedem selbst überlassen, ob und wie viel Alkohol konsumiert wird. Die im Artikel genannten Punkte geben einen Überblick für alle, die sich dem Bodybuilding verschrieben haben und daher die Effekte von Alkohol auf ihren Sport kennen sollten. Auf diesen Grundlagen kann sich jeder eine Meinung bilden und eine Entscheidung treffen.

Und wie fast bei allen Dingen: Man muss nicht gleich ganz verzichten. Es muss nur in Maßen gehalten werden. Alkohol hat noch keinen Mann zur Frau werden lassen.

(Quellen: Välimäki M, Tuominen JA, Huhtaniemi I, Ylikahri R. The pulsatile secretion of gonadotropins and growth hormone, and the biological activity of luteinizinghormone in men acutely intoxicated with ethanol. Alcohol Clin Exp Res. 1990 Dec;14(6):928-31. PubMed PMID: 2128439)

 

Zur Autorin:

Dana Richter hat vor kurzem ihre B-Lizenz im Fitnesstraining abgeschlossen und studiert derzeit Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Training und Ernährung sind ihre beiden größten Hobbies – demnach findet man sie meist entweder im Fitnessstudio, wo sie beim Krafttraining alles gibt, oder in ihrer Küche, in welcher sie verlockende und vor allem gesunde High-Protein Leckereien kreiert.

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