Intermittent Fasting – Part 1: Alltagstauglichstes Ernährungskonzept?

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Von Bulk Powders™ Athlet Alexander Brechtl

„Iss alle 3 Stunden Protein, um Muskeln aufzubauen“, rieten dir die muskelbepackten Jungs als du damals im Fitnessstudio damit anfingst deinen Körper zu trainieren. „Und lass ja keine einzige deiner Mahlzeiten aus, sonst gehst du katabol und verlierst alle deine hart erarbeiteten Muskeln!“ gaben sie dir im gleichen Atemzug mit auf den Weg.

Auf der Jagd nach den Gainz

Besonders der letzte Satz brannte sich dir ins Gehirn ein. Von diesem Tag an war es für dich Gesetz, mindestens alle drei Stunden eine kleine Mahlzeit zu essen. In der Früh stellst du dir den Wecker extra eine Stunde früher, um deine erste Mahlzeit zu essen und die Restlichen für den Tag vorbereiten zu können. Bis unter die Zähne mit in Tupperware abgepackter Hähnchenbrust, Reis, Fisch und Gemüse bewaffnet verlässt du morgens das Haus. Keine 3 Stunden später packst du im Beisein deiner nur teilweise für deine Fitnessambitionen Verständnis zeigenden Kollegen deine zweite Mahlzeit aus. Mittags dann Mahlzeit Nummer drei. Und so zieht sich das Szenario den Rest des Tages durch. Wochen-, monate-, gar -jahrelang.

Mit der Zeit ziemlich ermüdend und anstrengend, nicht wahr? Hinzu kommt der ständige Druck alle drei Stunden an die nächste Mahlzeit denken und sich die dafür nötige Zeit einplanen zu müssen – ganz besonders dann, wenn man gerade unterwegs ist. Doch was steckt wirklich hinter dem Paradigma, alle zwei bis drei Stunden etwas essen zu müssen? Und gibt es eine weniger stressige Alternative, bei der man nicht ständig ans Essen denken und sich alle drei Stunden Zeit dafür nehmen muss? Eins vorweg: Ja, es gibt sie!

Ohne regelmäßigem Essen keine Gainz?

Ein hartnäckiges Gerücht hält sich seit langem und dürfte einer der Hauptgründe sein, dass Fitnesssportler denken sie müssten alle zwei bis drei Stunden Nahrung zuführen. In einer 1997 durchgeführten Studie beobachteten Wissenschaftler, dass 30g Whey Protein auf nüchternen Magen genommen drei bis vier Stunden benötigten, um vom Körper bzw. von den Muskeln vollständig verarbeitet zu werden. Seitdem gingen die Fitnessfreaks davon aus alle 2-3 Stunden eine 30g Protein Mahlzeit zu sich nehmen zu müssen. Klar, wenn Du Dich ausschließlich von Whey und Wasser ernähren würdest, dann würde das ganze eventuell Sinn machen, doch die Realität sieht meist anders aus (wenn nicht, dann solltest Du Dir Gedanken machen).

Gewisse Nahrungsmittel miteinander kombiniert, können buchstäblich bis zu 12 Stunden im Magen liegen und somit den Körper konstant mit Eiweiß und Nährstoffen versorgen. Zusätzlich verfügt Dein Körper über einen Aminosäurenpool, der in Phasen des Fastens vor Muskelabbau schützt – ganz besonders, wenn keine Nährstoffe mehr aus dem Magen zur Verfügung stehen.

Intermittent Fasting –  ist nicht perfekt, aber besser

Interwat!? Intermittent Fasting ist keine Diät im Sinne eines Diätplans, welcher dir vorgibt was gegessen werden soll, sondern vielmehr geht es darum innerhalb eines bestimmten Zeitraums alles zu essen, was auf deinem Speiseplan steht. Dabei wird dein Tag in zwei Phasen unterteilt: Die erste Phase ist die sogenannte Fastenphase, in der du gar nichts isst. Niente. Nada. Zero. Bei der zweiten Phase handelt es sich um die Essensphase – der Name sagt es schon.

Wie lange die einzelnen Phasen tatsächlich sind, worauf es beim Intermittent Fasting ankommt und was es zu beachten gibt, hängt von der durchgeführten Form des Fasting ab. Mehr dazu erfährst du in:

Intermittent Fasting – Part 2: So funktioniert es

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