Eiweiß 101

Eiweiß 101
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von Gastautor Andrew Iyobosa Edokpolor

Eiweiß (Protein) ist ein biologisches, aus Aminosäuren aufgebautes Makromolekül. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Im Körper spielt Eiweiß bei vielen lebenswichtigen Prozessen eine entscheidende Rolle. Eine besonders wichtige Funktion ist dabei der Aufbau neuer Zellen und die Reparatur bestehender Zellen.

Aus Proteinen baut unser Organismus auch unsere Muskulatur, deshalb achten vor allem Sportler mit dem Ziel Muskelaufbau auf eine erhöhte Proteinzufuhr. Bestimmte Muskelproteine sorgen für die Wiederherstellung und Regeneration der Muskelzellen. Spezielle Eiweisse übernehmen im Körper die Aufgabe, verschiedene Stoffe in die für sie vorgesehenen Körperregionen zu bringen: das Protein Myoglobin ist beispielsweise für die Sauerstoffverteilung im Muskel verantwortlich.

DIE BIOLOGISCHE WERTIGKEIT DER PROTEINE

Die biologische Wertigkeit von Proteinen ist ein Indikator dafür, wie gut der menschliche Körper das in einem Lebensmittel enthaltene Protein verwerten und in körpereigene Eiweißstrukturen umbauen kann.

Der Basiswert von 100 entspricht dabei der biologischen Wertigkeit des Proteins von Vollei. Wird ein Nahrungsprotein besser als Eiprotein vom Körper verwertet, hat es eine biologische Wertigkeit über 100. Wird im Gegensatz dazu ein Protein schlechter als Eiprotein vom Körper verwertet, liegt die biologische Wertigkeit dieses Proteins unter 100. Je höher die biologische Wertigkeit eines Nahrungsproteins, desto niedriger ist die Bedarfsmenge. Hat ein Nahrungsmittel eine hohe biologische Wertigkeit, so reicht es aus, eine kleinere Menge davon zu sich nehmen, um den Proteinbedarf zu decken – und umgekehrt.

Das im Ei enthalte Eiweiß wird fast zu 100 Prozent in Körpereiweiß verwandelt, nur Molkenprotein (biologische Wertigkeit von 104 bis 110) weist die höchste bekannte biologische Wertigkeit auf und führt dem menschlichen Organismus noch mehr verwertbares Eiweiß zu.

WHEY PROTEIN

Molkenprotein (oder Whey Protein) ist ein Bestandteil von Molke. Es wird vom Körper sofort verarbeitet und eignet sich deshalb hervorragend zum Muskelaufbau. Whey Protein enthält viele essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, das macht es zu einem der hochwertigsten Proteine. Der Anteil der essentiellen Aminosäuren liegt bei etwa 50 % und es enthält von allen Sorten das meiste BCAA (Leucin, Isoleucin und Valin). Gerade deshalb ist Whey Protein bei Sportlern so beliebt.

Idealerweise sollte Whey Protein direkt nach dem Training konsumiert werden, da das der Zeitpunkt ist, an dem der Körper so schnell wie möglich Proteine und Energie in Form von Kohlenhydraten benötigt. Ohne diese Nährstoffe können keine Muskeln aufgebaut werden. Unmittelbar nach dem Training übernimmt das Whey die Aufgabe, den Muskel mit Aminosäuren zu versorgen, sodass benötigtes Material für die Bildung von Zellstruktur vorhanden ist.

Genauso wichtig wie die Proteinversorgung nach dem Training ist das Auffüllen der Glykogenspeicher mit kurzkettigen (schnellen) Kohlenhydraten. Werden keine Kohlenhydrate zugeführt, wandelt der Körper die Proteine einfach um und verwendet sie nicht als Bausteine für die Muskulatur. Dafür sind süsse Getränke, Obst und als Supplement Maltodextrin geeignet.

DIE VERSCHIEDENEN WHEY PROTEIN SORTEN

Whey Konzentrat – wird durch Mikro- oder Ultrafiltration gewonnen, der Proteinanteil liegt zwischen 70 – 80 %.

Whey Isolat – auch hier kommen Mikro- oder Ultrafiltration zum Einsatz, der Proteinanteil liegt hierbei zwischen 91 – 97 %.

Whey Hydrolysat – für die Herstellung von Hydrolysat werden Konzentrat oder Isolat noch einmal weiterverarbeitet, dadurch erhöht sich die Bioverfügbarkeit des Proteins.

 

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