{"id":1636,"date":"2017-07-27T11:00:34","date_gmt":"2017-07-27T11:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bulk.com\/de\/the-core-de\/?p=1636"},"modified":"2017-07-27T11:00:34","modified_gmt":"2017-07-27T11:00:34","slug":"training-oder-ernaehrung-was-sollte-an-erster-stelle-stehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bulk.com\/de\/the-core-de\/training-oder-ernaehrung-was-sollte-an-erster-stelle-stehen\/","title":{"rendered":"Training oder Ern\u00e4hrung &#8211; was sollte an erster Stelle stehen?"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei kaum einem anderen Thema gehen die Meinungen so weit auseinander wie bei der Wichtigkeit von Training und Ern\u00e4hrung. Worauf sollte man sich mehr konzentrieren? Wovon h\u00e4ngen letztendlich die Erfolge ab? Die pers\u00f6nliche Einstellung dazu und individuelle Trainingsziele f\u00fchren dazu, dass die Waage durchaus mal mehr auf die eine, mal auf die andere Seite kippen kann.<\/p>\n<p>Bei Elite-Athleten und Sportlern, die in bestm\u00f6glicher Zeit das Maximale aus ihrem K\u00f6rper herausholen wollen, kommt es auf das Zusammenspiel von Training <em>und <\/em>Ern\u00e4hrung an. Keiner der beiden Faktoren ist entscheidend wichtiger als der andere.<\/p>\n<p>Bei der Gewichtsreduktion im Allgemeinen kann man behaupten, dass eine schlechte Ern\u00e4hrung nicht wegtrainiert werden kann. Oft ist es der Fall, dass Personen regelm\u00e4\u00dfig trainieren, aber dennoch daran scheitern, an Gewicht zu verlieren. Die Trainingserfolge sind niederschmetternd und demotivierend. Vermutlich fragt man sich an der Stelle, woran das liegen kann, denn schlie\u00dflich trainiert man doch genug. Die Ursachen sind h\u00e4ufig ein erheblicher Kalorien\u00fcberschuss oder die extreme Reduzierung von anderen k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten, sodass die Erwartung und die tats\u00e4chlichen Resultate auseinanderklaffen [1].<\/p>\n<p>F\u00fcr \u201eBewegungsmuffel\u201c oder \u00fcbergewichtige Personen, die sich lediglich auf Gewichtsabnahme konzentrieren, ist h\u00e4ufig die Ern\u00e4hrung der Schl\u00fcssel zum Erfolg. F\u00fcr solche ist es einfacher und stressfreier, die Kalorienaufnahme zu reduzieren, als ins Fitnessstudio zu gehen. Daf\u00fcr fehlt oft die Motivation oder das Selbstbewusstsein. Die \u00dcberwindung weniger zu essen, ist f\u00fcr viele der geringere Aufwand [2].<\/p>\n<p>Zwar tragen Trainingseinheiten und daraus resultierender Gewichtsverlust auch ohne positive Ver\u00e4nderung der Ern\u00e4hrungsgewohnheiten zum besseren Gesundheitsbefinden bei [3]. Um jedoch so gesund wie m\u00f6glich zu leben, ist es unumg\u00e4nglich, den K\u00f6rper mit Nahrungsmitteln zu versorgen, die nicht nur das Gewicht kontrollieren, sondern vor allem essentielle N\u00e4hrstoffe in ausreichenden Mengen zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Auch wenn das Training als der h\u00e4rtere Part gesehen werden kann, lohnt es sich, Routine ins Training zu bringen. Aus der Gewohnheit resultiert h\u00e4ufig ein langfristiger Lebensstilwandel, durch den der Drang entsteht, die Ern\u00e4hrung diesem anzupassen [4]. Sich bei der Ern\u00e4hrung einzuschr\u00e4nken, mag kurzfristig bessere Ergebnisse erzielen \u2013 langfristig wird man in den meisten F\u00e4llen in die alten Gewohnheiten zur\u00fcckfallen und wieder an Gewicht zunehmen. Dann ist das Training eine wertvolle Ma\u00dfnahme, um die wieder zunehmende Nahrungsaufnahme auszugleichen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen feststellen, dass es vom Zusammenhang abh\u00e4ngt, welcher der beiden Faktoren \u2013 Training oder Ern\u00e4hrung \u2013 nun wichtiger ist. F\u00fcr jemanden, der \u00fcbergewichtig ist und ges\u00fcnder leben m\u00f6chte, ohne sich zu sehr auf die reine Gewichtsreduktion zu versteifen, k\u00f6nnte das Training ein guter Anfang sein. Anschlie\u00dfend folgen kleine Ver\u00e4nderungen in der Ern\u00e4hrung bis schlie\u00dflich ein solides Zusammenspiel von Trainingseinheiten und Ern\u00e4hrung erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Aus der Sicht einer inaktiven Person ist gegebenenfalls die Ern\u00e4hrung als erster Schritt zu empfehlen. Gefolgt von sportlicher Aktivit\u00e4t, die zuerst nicht unbedingt im Fitnessstudio erfolgen muss. Zum Beispiel kann man damit starten zur Arbeit zu gehen, anstatt das Auto zu nehmen \u2013 auch die kleinen Aktivit\u00e4ten im Alltag helfen, ein Kaloriendefizit zu erreichen. Nach einiger Zeit kann man dann daran arbeiten, kontinuierliche und strukturierte Trainingseinheiten zu beginnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr alldiejenigen, die zuerst mit dem Ziel des Muskelaufbaus ins Gym gehen \u2013 selbst wenn die Ern\u00e4hrung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schlecht ist \u2013 gilt: Sofern gen\u00fcgend Kalorien mit einem moderaten Proteinanteil konsumiert werden, kann oft erst das Training in den Fokus genommen werden. Die sogenannten \u201eNewbie gains\u201c kommen meist relativ schnell und der Aufbau einer guten Technik und Intensit\u00e4t bilden den Mittelpunkt des Trainings. Sobald man erfahrener wird, die Anf\u00e4ngererfolge bereits maximiert und sich an das Training gew\u00f6hnt hat, entwickelt sich dieser Part zum Leichteren. Auch wenn dann das Training selbst nicht mehr schwerf\u00e4llt, wird es schwieriger und langwieriger Erfolge zu erzielen. Jetzt kommt es darauf an, gr\u00f6\u00dferes Augenmerk auf die Ern\u00e4hrung zu legen; die richtigen Nahrungsmittel und passende Supplements m\u00fcssen ausgew\u00e4hlt und die Gewohnheiten des Lebensstils angepasst werden.<\/p>\n<p>Es kommt nicht darauf an, an welchem Punkt eine Person startet, was ihr Trainingsziel oder ihre bevorzugte Ern\u00e4hrungs- und Trainingsweise ist. Um weitere Erfolge zu erreichen, kommt jedoch irgendwann der Punkt, an dem sich beide Faktoren \u00fcberschneiden oder sich sogar komplett verflechten; je nachdem wie stark man seine Leistung maximieren will. Meist kommen dann auch andere Faktoren wie Hydration, Nahrungserg\u00e4nzungsaufnahme, ausreichender Schlaf und Stressmanagement hinzu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Referenzen<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Drenowatz, C. Reciprocal Compensation to Changes in Dietary Intake and Energy Expenditure within the Concept of Energy Balance.\u00a0<em>Advances in Nutrition.<\/em>\u00a02015,\u00a0<strong>6<\/strong>, S. 592-599. Hier verf\u00fcgbar:\u00a0<a href=\"http:\/\/advances.nutrition.org\/content\/6\/5\/592.short\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/advances.nutrition.org\/content\/6\/5\/592.short<\/a><\/li>\n<li>Johns, D.J, Hartmann-Boyce, J, Jebb, S.A and Aveyard, P. Diet or Exercise vs Combines Behavioural Weight Management Programs: A Systematic Review and Meta-Analysis of Direct Comparisons.\u00a0<em>Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics.<\/em>\u00a02014,\u00a0<strong>144<\/strong>(10), S. 1557-1568. Hier verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2212267214010557\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2212267214010557<\/a><\/li>\n<li>Warburton, D.E.R, Nicol, C, W and Bredin, S.D. Health benefits of physical activity: the evidence.\u00a0<em>Canadian Medical Association Journal.<\/em>\u00a02006,\u00a0<strong>174<\/strong>(6), S. 801-809. Hier verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/www.cmaj.ca\/content\/174\/6\/801.short\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.cmaj.ca\/content\/174\/6\/801.short<\/a><\/li>\n<li>Swift, D.L, Johannsen, N.M, Lavie, C.J, Earnest, C.P and Church, T.S. The Role of Exercise and Physical Activity in Weight Loss and Maintenance.\u00a0<em>Progress in Cardiovascular Diseases<\/em>. 2014,\u00a0<strong>56<\/strong>(4), S. 441-447. Hier verf\u00fcgbar:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0033062013001655\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0033062013001655<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div id=\"OKAYFREEDOM_INJECTED\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Bei kaum einem anderen Thema gehen die Meinungen so weit auseinander wie bei der Wichtigkeit von Training und Ern\u00e4hrung. Worauf sollte man sich mehr konzentrieren? 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