Warum Kakaopulver in jede Fitnessküche gehört

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Jeder kennt die süße Versuchung: ein kleines Stück Schokolade für die Seele. Obwohl man lustigerweise behaupten könnte, dass Kakaobohnen an Bäumen wachsen und Schokolade somit ein Obst ist, sollte man auch als fitnessbegeisterter Mensch Schokolade in Maßen geniessen. Trotzdem kann man den intensiven Schokoladengeschmack auf eine gesunde Art und Weise erleben: mit Kakao. Genauer gesagt wird im folgenden Artikel alles rund um das Kakaopulver erzählt, wie es eingesetzt werden kann und weshalb jeder Fitnessliebhaber das genussvolle Pulver zu Hause haben sollte.

Braunes Gold Südamerikas

Bereits die Azteken kannten die Kakaobohnenpflanze seit dem 14. Jahrhundert. Diese schätzten die Kakaopflanze in solch einem Maße, dass die Bohnen auch als Zahlungsmittel eingesetzt wurden. Daher erstaunt es nicht, dass die kleinen Bohnen zur Kolonialzeit auch als „Braunes Gold“ Südamerikas bezeichnet wurden. Nichtsdestotrotz wurde aus den wertvollen Bohnen auch ein herbes Getränk hergestellt, welches sich über die Zeit zu dem heute bekannten Kakaogetränk entwickelt hat. Das Kakaopulver, welches wir heutzutage dafür verwenden, wurde früher wie auch noch aktuell aus der Kakaobohne hergestellt. Heute liegt der grösste Teil des Kakaoanbaus nicht mehr in Südamerika. Die Hauptanbaugebiete haben sich in der Zwischenzeit von Mittelamerika nach Afrika, insbesondere an die Elfenbeinküste, verlagert

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Pulver ist nicht gleich Pulver

Kakao in Form von reinem Kakaopulver enthält je nach Herstellungsprozess eine Reihe von bioaktiven Polyphenolen. Deshalb gilt es zu beachten, dass man für die maximal positive Wirkung dieser enthaltenen Stoffe zu reinem, ungesüssten Kakaopulver greift. Die in den Supermärkten zu kaufenden Kakaopulver enthalten meist bis zu achtzig Prozent Zucker und nur noch ungefähr zwanzig Prozent des gesunden Kakaopulvers. Dies wirkt sich auch auf die durchschnittlichen Makronährstoffe aus. Wie in der Tabelle zu erkennen ist weist das reine Kakaopulver fast fünfmal so viel Protein, fast sechsmal so viel Ballaststoffe und ca. dreißigmal weniger Zucker als ein herkömmliches Kakaogetränk-Pulver auf.

Herkömmliches Kakaogetränk-Pulver Reines Kakaopulver
kcal 390 353
Kohlenhydrate 81,3 g 19g
Davon Zucker 78g 2.5g
Protein 5.5g 27
Fett 3.5 11g
Ballaststoffe 6 34g

 

Kakaopulver und unser Körper

Wie zahlreiche Studien hindeuten, können die im Kakao enthaltenen Polyphenole eine positive Wirkung auf den Organismus haben.

Antioxidantien

Die im Kakaopulver enthaltenen Flavonoide, Catechinen und Procyanidinen sind sogenannte Antioxidantien und helfen im Körper freie Radikale zu verringern. Eine Tasse Kakao enthält beinahe doppelt so viel Antioxidantien wie ein Glas Weisswein, mehr als die doppelte Menge als in grünem Tee zu finden ist und vier bis fünfmal mehr als im Schwarztee enthalten ist.[1]

Schützende Wirkung auf Blutgefäße

Die Inhaltsstoffe im Kakao üben zudem eine schützende Funktion gegen arteriosklerotische Veränderungen aus. Hierzu zählt die Vorbeugung von bspw. Ablagerungen von Blutfetten, Thromben und Bindegewebe in den Gefäßwänden. Dadurch kann der regelmäßige Konsum von Kakao zu gesunden Blutgefäßen beitragen. [2]

Blutzucker und Insulin

Kakao kann auch helfen eine wirkungsvollere Blutzuckerregulierung bewirken. In einer Studie über Kakaopulver konnte nachgewiesen werden, dass der regelmässige Konsum von Flavonoid-reichem Kakao innerhalb eines Monats den Diabeteswert der Teilnehmer verbessert hat. Die Kontrollgruppe, welches gleichzeitig ein Ernährungstraining absolvierte und Diabetes-Medikamente verabreicht bekam, konnte gleichwertige Ergebnisse und Verbesserungen erzielen. [3]

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Kakaopulver in der Küche

Kakao kann in Form von Kakaopulver oder Kakaonibs in der Küche eingesetzt werden. Wie bereits erwähnt ist darauf zu achten, dass bei diesen Produkten kein Zucker oder andere Zusatzstoffe beigefügt wurden. Beispielsweise sind hierzu die Rohe Bio-Kakaonibs oder das Bio-Kakaopulver zu empfehlen. Durch die Naturbelassenheit und den Verzicht auf Zuckerzusätze schmecken die Produkte eher herb und intensiv nach Kakao. Doch wer den süßen Schokoladengeschmack bevorzugt, kann die Produkte mit ein wenig Stevia Extrakt Pulver oder anderen Süssungsmitteln wie Sucralose versüßen.

Schokoladengeschmack intensivieren und Schokoladenstückchen in Teigen

Das Kakaopulver kann man ganz simpel in kleine Muffins und Kuchen beimischen. So kann man aus geschmacksneutralen Pancakes oder Vanillegeschmack Waffeln wohlschmeckende und schokoladene Versionen zubereiten. Um das Ganze noch zu intensivieren, kann man die Kakaonibs in den Teig rühren und mitbacken.

Topping Sauce

Alternativ kann man aus Kakaopulver, Süßungsmittel und ein wenig Wasser zuckerfreie Kakaotoppings herstellen. Dabei ist die Wassermenge entscheiden für die Konsistenz und benötigt ein wenig Übung. Zu Beginn kann man eine kleine Menge an Kakaopulver mit ein wenig Wasser zu einer Paste mischen. Falls die Sauce zu dickflüssig ist, einfach vorsichtig Wasser beifügen. Natürlich kann man auch die Kakaonibs schmelzen und zu einer Schokoladesauce verrühren.

 

Zum Autor:

Lukas Sitar studiert derzeit Business Innovation an der Universität St. Gallen in der Schweiz. Training und Ernährung sowie auch Genuss und Kulinarik sind seine Leidenschaften. Nebst vielen Stunden im Fitnessstudio findet man Lukas auch oft in der Küche wo er mit seinen kreativen Proteinrezepten die Brücke zwischen fitnessgerechter Ernährung und Genuss schlägt. Für weitere Inspirationen folgt ihm auf Instagram unter www.instagram.com/sitaar

[1] vgl. Steinberg, F. M., Bearden, M. M., & Keen, C. L. (2003). Cocoa and chocolate flavonoids: implications for cardiovascular health. Journal of the American Dietetic Association, 103, 2, 215-223.

[2] vgl. Steinberg, F. M., Bearden, M. M., & Keen, C. L. (2003). Cocoa and chocolate flavonoids: implications for cardiovascular health. Journal of the American Dietetic Association, 103, 2, 215-223.

[3] vgl. Siehe Fraga, C. G. (2005). Cocoa, diabetes, and hypertension: should we eat more chocolate?. The American Journal of Clinical Nutrition, 81, 3, 541-2.

vgl. auch H. Törrönen et al. (2010). Impact of Dietary Polyphenols on Carbohydrate Metabolism. International Journal of Molecular Sciences, 11,4. 1365-1402.)

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